Level 2

Der Superschlaue Gaming Blog

Montag, 29. August 2011

Deus Ex Human Revolution - erste Eindrücke

Deus Ex 1 erschien 2000 für PC und PS2
Leider habe ich noch nicht die Gelegenheit das neue Deus Ex selbst zu probieren. Nichtsdestotrotz (tolles Wort nicht wahr?) möchte ich hier schon mal meine ersten Eindrücke wiedergeben, als jemand, der noch kein jahrelanger Fan der Serie ist und es trotzdem kaum noch erwarten kann, den neuesten Streich in den eigenen Händen zu halten.

Das erste Deus Ex erschien im Jahr 2000 und war wegen seiner großen Entscheidungsfreiheit, sprich den vielen Möglichkeiten ein Problem zu lösen und dem Kampf und Schleichsystem eine Offenbarung. Wie viele Stealth Spiele kann auch dieses von sich behaupten durchspielbar zu sein, ohne auch nur einen einzigen Gegner zu töten (von Zwischen- und Endgegnern abgesehen).
Letztes Jahr warf ich mal einen kurzen Blick auf den Klassiker und hatte viel Spaß, auch wenn ich ihn aus Zeitgründen nicht beenden konnte und aus den Augen verlor.

Deus Ex 2- Leider eine Enttäuschung
Teil 2, Deus Ex Invinsible War (2003) ist bis heute ein großer Streitpunkt. Die meisten sind sich einig, dass es kein schlechtes Spiel ist, aber nicht mal annähernd an die Qualitäten des Vorgängers anknüpfen kann. Schade.

Doch jetzt ist es endlich so weit, Deus Ex soll mit Human Revolution zu seinem alten Glanz zurückfinden und wenn ich mir das Medien Feedback so anhöre, scheint es das auch zu schaffen. Okay, es gibt hier und da einige Kritikpunkte wie die etwas schwache Grafikengine, aber insgesamt ist es doch genau das, worauf man gewartet hat: Ein Action-Schleich-Shooter-RPG mit vielen Dialogen und Entscheidungsfreiheit und einer tiefgründigen Story über Modifikation am menschlichen Körper und der Beudeutung des Menschseins.

Protagonist des 3. Teils ist Adam Jensen (mit cooler Sonnenbrille)
Gespielt wird Deus Ex übrigens größtenteils aus der Egoperspektive (außer an einigen Stellen z.B wenn der Charakter sich an eine Wand lehnt). Dennoch ist es nicht unbedingt ein Ego-Shooter, da taktisches Vorgehen und Vermeiden von Kampfsituationen oft sinnvoller ist.


Ich bin jedenfalls sehr gespannt darauf es selbst Anzuspielen und werde euch dann natürlich meine persönliche Meinung und Eindrücke nachliefern.


Bildquelle:
http://www.spielepedia.de/spielearchiv/Deus_Ex/Deus_Ex_Cover_CD_Front.jpg
http://www.4gamez.de/media/DeusEx2.jpg
http://www.computerspiele.com/wp-content/uploads/2011/09/dxhr1.jpg

Samstag, 27. August 2011

Gamescom, RTL und der ganze Kram...

Lange wollte ich bereits über die Gamescom 2011 berichten und ebenso lange auch über den skandalösen RTL Bericht, wobei ich mich als einer der "Glücklichen" zählen kann, die ihn direkt bei der Ausstrahlung gesehen haben, da ich leider nicht persönlich auf besagter Messe war.

Doch dann schob ich es immer wieder auf, weil inzwischen doch schon so ziemlich alles über beide Themen gesagt wurde. Aus diesem Grund fasse ich beides nun kurz in einem einzigen Text zusammen.


Wie viele andere Gamer erwartete auch ich die Gamescom wieder mit großer Spannung und wollte wissen, was die Entwickler dieses Jahr zu bieten hätten. Leider muss ich sagen, dass die Überraschungen dieses Jahr mehr oder weniger ausblieben. Alles relevante wurde bereits spätestens auf der E3 vorgestellt, einzige technische Neuerung war die PS Vita, die nun erstmal ausprobiert werden konnte.


Die spielerischen Highlights der Messe waren für mich an erster Stelle Silent Hill Downpour und die HD Collection, sowie die Metal Gear Solid HD Collection. Außerdem Mass Effect 3 sowieso Uncharted 3.
Relativ wenig packen konnte mich dagegen der Krieg zwischen Call of Duty MW3 und Battlefield 3, da ich momentan nicht besonders gut auf Ego-Shooter zu sprechen bin (wird in einem anderen Blogpost sicher nochmal erläutert).




Die Nachberichterstattung der Gamescom richtet sich im Moment eher in Richtung des RTL Explosive Beitrags, in welchem Gamer als stinkend, ungepflegt und unnormal dargestellt wurden. Auf den Inhalt der RTL Sendung will ich jetzt gar nicht zu sehr eingehen, denn jeder der diesen Blog liest, dürfte ihn schon mindestens einmal gesehen haben.

Ich muss zugeben als ich ihn im TV gesehen hab, war ich doch sehr missmutig, hatte aber nicht erwartet, dass er Tage später noch zu einem großen Thema werden würde. Kurz zuvor wurde übrigens auch auf Pro7 ein ähnlicher aber etwas harmloserer Bericht ausgestrahlt, bei dem zwei Mädchen die Gamer (erfolglos) zu Dates außerhalb der Messe einladen sollten. Dieser scheint aber weniger bekannt zu sein und vermutlich ist das auch gut so.

DENN: auch wenn ich mich ebenso über RTL aufgeregt habe wie alle anderen, bin ich der Meinung, dass es nun langsam genug sein sollte. Der Sender hat von den meisten Spielern und Spielemagazinen sein Fett weg gekriegt und intern gab es vielleicht auch Ärger für die verantwortlichen Redakteure. Dass RTL sich gerne über bestimmte Gesellschaftsschichten lustig macht, ist wohl kaum ein Geheimnis, aber deswegen muss man jetzt keinen Großkrieg anzetteln.
Gamer sollten lieber als die Klügeren dastehen und es einfach auf sich beruhen lassen. Falls RTL es dann tatsächlich nochmal wagen sollte, sich über uns lustig zu machen dann, erst DANN macht ihnen die Hölle heiß!

Samstag, 6. August 2011

Humble Bundle 3 wächst und wächst

Letztens habe ich euch ja schon vom Humble Indie Bundle 3 erzählt, einer netten Spendenaktion bei der der Spender/Käufer selbst entscheiden kann wieviel er für die angebotenen Indiespiele hergeben will und wie sein Geld auf welche Organisation verteilt wird.

Nun ist das Angebot sogar noch größer geworden. Zur bisherigen Auswahl aus VVVVV, Crayon Physics Deluxe, Hammerfight, Cogs und  And yet it moves gesellten sich nun auch Steel Storm und Atomic Zombie Smasher als Bonusgames.
Leider hatte ich noch keine Zeit die beiden auszuprobieren aber ich bin überzeugt, dass auch diese wieder viel Spaß mit sich bringen werden.
Wer bereits zu Anfang des Angebots gespendet hat bekommt die beiden neuen Spiele natürlich kostenlos dazu.

Außerdem wurden unter bestimmten Vorraussetzungen auch noch die Titel aus dem Humble Indie Bundle 2 hinzugefügt. Wer mehr als $5,60 gespendet hat erhält nun noch das großartige Jump'n'Run Braid, das Adventure Machinarium, das etwas ungewöhnliche Osmos sowie Revenge of the Titans und Cortex Command.

Damit besteht das Humble Indie Bundle 3 nun aus insgesamt 12 Spielen. Ich vermute dass es dabei aber auch bleiben wird, da zwar auch die anderen Bundles später vergrößert wurden, aber 12 bereits eine neue Höchstmarke ist.
Ich für meinen Teil freue mich jedenfalls schon auf das 4. Bundle.

Dienstag, 2. August 2011

Limbo

Das dänische Playdead Studios wurde
gegründet um Limbo umzusetzen


Gestern habe ich ein wundervolles Indie Spiel abgeschlossen, von dem ich schon im Vorraus nur Gutes gehört hatte. Es ist Limbo.
Seit einem Jahr ist Limbo nun bei XBox Live Arcade erhätlich und hat sich dort zum drittbestverkauften Spiel gemausert. Ein Jahr später, vor einer Woche, folgte dann endlich die PS3 Version im PSN erhätlich und ich konnte es mir natürlich nicht nehmen lassen sie zu spielen.

Limbo beginnt ohne Intro oder ähnliches, man findet sich als kleiner Junge, im Gras liegend, wieder. Von da an geht es im Jump n Run Stil durch etwa drei Stunden Spielzeit. Klingt erstmal recht klassisch, ist es aber nicht.
Das Spiel ist komplett in Schwarz und Graustufen gehalten, es gibt keine Farben. Die Spielfigur selbst ist nur eine schwarze Silhouette mit weißen Augen. Das ist aber auch gut so, denn bei den Recht blutigen Todesanimationen hätte die USK dem Spiel einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Die größte Stärke des Spiels sind definitiv die Bildsprache und die einzigartige Athmosphäre, mal ruhig, mal traurig, dann wieder hektisch und für ein Jump n Run sogar stellenweise überraschend gruselig. Zum Beispiel dann, wenn man von einer der Riesenspinnen verfolgt wird und immer wieder das Ableben der eigenen Figur mit ansehen muss.




Ja man stirbt oft in Limbo. Sehr oft! Einige Fallen sind von den Entwicklern sogar so gelegt, dass man sie beim ersten Mal nicht entdecken kann. Allerdings gibt es alle paar Meter einen Checkpoint und der Tod wird auch nicht anderweitig bestraft. Er ist einfach Teil der Athmosphäre und des trial by error Spielprinzips. 



Die zweite große Stärke von Limbo sind die Physikrätsel, die zu keinem Zeitpunkt langweilig werden. Mal geht es um Magnetismus, mal wird die Schwerkraft umgekehrt und viele andere verrückte Ideen. Dabei hat die Spielfigur stets nur zwei Fähigkeiten, neben dem Laufen, nämlich Springen und Greifen (bzw Gegenstände ziehen)
Überraschenderweise hat mich das ganze sehr an die Testkammern von Portal erinnert, auch wenn das Spielprinzip eigentlich ein ganz anderes ist.



!Der folgende Absatz könnte Spoiler enthalten!
Einziger Kritikpunkt an Limbo ist die etwas zuu dünne Story. Das einzige was man weiß ist, dass der kleine Junge auf der Suche nach seiner Schwester ist. Immer wieder tauchen bestimmte Elemente und sogar andere Figuren (i.d.R. feindlich gesinnt) auf und man vermutet die ganze Zeit eine Erklärung am Ende. Stattdessen bekommt man aber einen Abschluss der offener kaum sein könnte, fast schon zu offen für meinen Geschmack.
Spoiler Ende


Bildunterschrift hinzufügen
Die etwa drei Spielstunden von Limbo sind definitiv die Reise wert. Es ist ein beeindruckendes und zugleich bedrückendes Spiel, das sowohl von Erfolgserlebnissen beim Lösen eines Rätsels, als auch von Emotionen lebt.
Ab heute ist Limbo übrigens auch für den PC erhätlich.

Freitag, 29. Juli 2011

The Humble Indie Bundle

Ich wollte euch heute mal auf ein tolles Angebot aufmerksam machen. Das Humble Indie Bundle 3.
Aber was ist das überhaupt?
Es handelt sich dabei um eine Spendenmaßnahme, bei der 5 Spiele von Indipendent Entwicklern in einem Packet angeboten werden, die normalerweise bei Steam und Co mindestens 5 Euro pro Spiel kosten.

Enthalten sind dieses mal VVVVV, Crayon Physics Deluxe, Cogs, Hammerfight und Yet it moves.
Bis jetzt konnte ich nur das hochgelobte VVVVV ausprobieren, aber das ist auf jeden Fall ein supertolles Spiel im Retro Stil und schon alleine die Spende wert.


Der Clou bei der ganzen Sache ist, dass ihr selbst entscheiden dürft wieviel ihr ausgeben dürft. Hab ihr eine Geldangabe in Dollar gemacht, könnt ihr noch an 4 Reglern einstellen, wer welchen Anteil davon bekommen soll.
Naja bevor ich hier weiter erzähle, überzeugt euch einfach selbst davon


Bezahlen könnt ihr über Amazon, Paypal oder Google. Habt ihr die Bezahlung erledigt, erhaltet ihr eine E-Mail mit einem Downloadlink, den ihr jederzeit wieder benutzen könnt.

Dienstag, 26. Juli 2011

Lucius - Das Omen meets Hitman

Gestern bin ich auf ein interessantes Spiel gestoßen, das noch diesen Herbst in den Handel kommen soll. Es nennt sich Lucius.
Es handelt sich um ein Third Person Adventure, in dem man den Sohn des Teufels spielt, einen kleinen Jungen, der die anderen Bewohner in seinem Haus durch Unfälle zu Tode kommen lassen muss.
Erinnert bis jetzt alles ein wenig an Das Omen

Seht euch einfach mal den Trailer an und verschafft euch einen eigenen Eindruck:

Donnerstag, 14. Juli 2011

Shadows of the...DAMMIT! !

Am 22. Juni erschien für die PS3 und XBox360 ein Horror-Adventure, auf das ich mich schon lange im Vorraus gefreut hatte: Shadows of the Damned !
Dabei wusste ich so gut wie gar nichts über Story, Gameplay oder dergleichen, was mich wirklich daran faszinierte waren drei japanische Größen der Spielebranche,die sich zusammengetan haben um dieses Projekt auf die Beine zu stellen.


Zum einen wäre da Shinji Mikami, am besten bekannt dafür, mit seiner Resident Evil Reihe das Survival Horror Genre mehrmals umgedreht und neu definiert zu haben.

Der zweite im Bunde ist Goichi Suda (besser bekannt als Suda51), der sich mit bunten, aber dennoch blutigen und vollkommen durchgeknallten Spielen wie Killer 7 und No more heroes einen Namen gemacht hat. Bei Killer7, einem meiner absoluten Lieblingsspiele, arbeitete er auch erstmals mit Shinji Mikami zusammen.
Suda51's Killer7



Mary und Akira
Und dann wäre da noch ein Mann, den ich über die Jahre sehr zu schätzen gelernt habe, der Komponist und seit dem zweiten Teil auch Produzent der Silent Hill Reihe, Akira Yamaoka!
Zusammen mit seiner Kollegin Mary Elizabeth McGlynn die auch den Silent Hill Spielen ihren wundervollen Gesang geliehen hat, sorgt der ehemalige Leiter von Team Silent nun für den Soundtrack von Shadows of the Damned.
Ein besseres Team kann man sich für ein Horrorspiel eigentlich kaum vorstellen.


Und tatsächlich merkt man an allen Ecken die Einflüsse der drei Größen. Da ich No more heroes bis jetzt noch nicht gespielt habe kann ich zu diesem Spiel keine Vergleiche ziehen obwohl es da sicher eine ganze Menge zu nennen gibt.


Protagonist des Spiels ist Garcia Hotspur, seines Zeichens Dämonenjäger, der vom ehemaligen Dämonen Johnson, einem schwebenden Totenkopf, der sich in Waffen, eine Fackel und sogar ein Motorrad verwandeln kann, begleitet wird. Zu Beginn des Spiels wird Garcias Freundin Paula vom Dämonenherrscher Fleming getötet und in die Unterwelt entführt. Garcia und Johnson zögern keine Sekunden und folgen ihm. Wie in einem Film folgt nun erst der Vorspann des Spiels und der Spieler kann zwischen drei Schwierigkeitsgraden wählen: Dämonenjäger (normal), Legionenjäger (schwer), Limonenjäger (leicht).

Vor da an entspinnt sich ein verrückter, lustiger und stellenweise auch bedrückender Trip durch die Hölle, welcher von Garcia und Johnson selbst als ihr persönlicher Roadmovie bezeichnet wird.
Während die beiden Helden sich durch die Scharen von Dämonen kämpfen, ist Paula gezwungen immer wieder zu sterben, während Garcia ihr dabei zusieht.


Garcias Freundin Paula
Da ich es absichtlich vermied mich im Vorraus allzu sehr über das Spiel zu informieren, war ich überrascht dass der Humor eigentlich viel mehr im Vordergrund stand als der eigentlich Horror. Als ständiger Sidekick sorgt Johnson mit seinem britischen Akzent für einen Lacher nach dem anderen, auch wenn es zugegebenermaßen sehr oft auf Sexwitze hinausläuft. Das Spiel ist einfach randvoll mit witzigen Dialogen zwischen Garcia und Johnson.

Auf seine humoristische Art erklärt er auch nach und nach die Elemente des Spiels. Zum Beispiel dass man in der Unterwelt durch Alkohol nicht stirbt sondern "ungetötet" wird, soll heißen, man muss Drinks einsammeln um sich heilen zu können. Außerdem steht einem das Johsonpedia zur Verfügung in dem man vieles nachlesen kann.

Wirklich gruselig ist das Spiel dafür leider nie. Wie in den neueren Resident Evils geht es eher darum sich Horden von Monster vom Hals zu halten.
Dafür kann Johnson sich in drei verschiedene Schusswaffen und eine Fackel verwandeln, die während des Spiels auch upgegradet werden können.

Auch das Kampfsystem erinnert vor allem an Resident Evil, mit Über-die-Schulter-Perspektive und einigen Quick Time Events. Viele der Monster erinnern dabei stark an die Heaven Smiles aus Killer7 und wie auch diese haben sie bestimmte Schwachstellen am Körper die entdeckt werden müssen. Sogar die Blut und Sterbeanimationen sind ähnlich.


Außerdem verwandelt sich die Unterwelt immer mal wieder in eine dunklere Schattenwelt, in der Garcia dauerhaft Kraft verliert. Um wieder zurück ins Licht zu kommen muss man Ziegenköpfe anschießen die wieder Licht ins Geschehen bringen. Auch die Monster, die nun in Schattengestalt umherlaufen müssen mit dem Lichtschuss attackiert werden bevor sie verletzt werden können.
Diese Schattenwelt bildet immer wieder den Schwierigkeitsgrad des Spiels, vor allem in Bosskämpfen.

Zuweilen können die vielen Kämpfe nerven, da man im Endeffekt doch immer nur das gleiche macht.  Einige Stellen sind auch kaum schaffbar ohne mehrmals zu sterben, vor allem wenn man von einer Zombievariante von Paula verfolgt wird, die einen mit einer einzigen Berührung tötet. Anfangs ist es noch gruselig aber nach 10 Versuchen, fürchtet man auch Zombiepaula nicht mehr.
Dennoch kommt man immer relativ flüssig durch das Spiel.

Garcia verwandelt sich mal eben in ein 2D Männchen
Erfrischend wirkt es da, wenn ein Level auf einmal als Vertikalshooter aus der Seitenansicht gespielt wird, mit Pappmarionetten die in der Luft schweben, unterlegt mit Kirmesmusik und Soundeffekten aus längst vergangenen Jahrzehnten.
Und im Gegensatz zu anderen Spielen sind diese trotzdem fest in die Story verbaut und Garcia und Johnson sind sich sehr wohl bewusst dass sie jetzt Pappmarionetten sind, ohne sich in irgendeiner Weise daran zu stören.

Desweiteren findet man zwischendurch Bücher aus denen Johnson einem dann vorliest, mit interessanten aber auch traurigen kleinen Geschichten über besondere Menschen.


Die Musik des Spiels variiert stark im Laufe des Spiels aber man merkt immer dass ein echter Meister dahinter sitzt. Je nach Situation ist sie mal heiter, in anderen Momenten aber bedrückend und traurig wie in Silent Hill. Besonders am Ende des Spiels wenn es dann wieder etwas mehr auf den ernsteren Pfaden wandelt und den Humor etwas zurücknimmt.

Das vorherrschende Element ist aber die meiste Zeit Sex, so muss man Johnson eine Sexhotline anrufen lassen damit er sich eine viel größere Waffe verwandelt, den Hot Boner, und stellenweise muss man sogar über die Körper nackter Frauen laufen. Durch das Höllenszenario wirkt die ganze Erotik aber gar nicht so unangemessen und passt irgendwie in das verrückte sündhafte Konzept des Spiels.

"Taste my Hot Bonerrr!!"


Ich könnte jetzt noch stundenlang über dieses großartige Spiel schreiben, aber dann würde vermutlich keiner diesen Artikel zu Ende lesen.
Glaubt mir einfach wenn ich sage, dass Shadows of the Damned ein ganze besonderes Spiel ist, gameplaytechnisch leider nur mittelmäßig und linear, von den verrückten Ideen aber einsame Spitze und voller Humor.
Die beiden Protagonisten Garcia und Johson wachsen einem schnell ans Herz, ich hätte nichts dagegen sie in einem anderen Abenteuer mal wieder zu sehen.

Ich ging eigentlich die ganze Zeit mit einem grinsen durch das Spiel und das ist doch eigentlich das Wichtigste!